Getreidereinungung
Vor der Vermahlung muss das Getreide gereinigt werden. So wie das Getreide vom Feld in die Mühle gelangt, könnte es weder vermahlen noch verzehrt werden. Verunreinigungen wie Unkrautsamen, Mutterkorn und Spelzen müssen aus dem Getreide entfernt und das Korn selbst von anhaftendem Schmutz oder gesundheitsschädlichem Pilzbefall befreit werden.
In der Rauchmühle haben wir für jede unserer drei Mühlen eine eigene Getreidereinigung die auf das jeweilige Produkt (Weizen, Hartweizen und Roggen) zugeschnitten ist. Dazu dienen mehrere technisch ausgeklügelte Maschinen, die nach verschiedenen Prinzipien arbeiten:
- Bei der Trennung nach dem spezifischen Gewicht werden jene Teile ausgesondert, die leichter oder schwerer als das Getreidekorn sind, z.B. Steine, Spelzen, Stroh.
- Bei der Trennung nach Größe und Form werden jene Bestandteile ausgesondert, die länger bzw. kürzer oder dicker bzw. dünner als das Getreidekorn sind, z.B. Mais, Unkrautsamen oder das giftige Mutterkorn.
- Bei der optischen Sortierung, der neuesten Technologie, wird jedes einzelne Getreidekorn gescannt mit der Vorgabe verglichen und gegebenenfalls aussortiert.
Diese Reinigungsmaschinen arbeiten nach folgenden Trennverfahren:
- pneumatisch: Reinigung durch starke Luftströmungen, mit Sog- oder Gebläsewirkung,
- mechanisch: Sieben, Rütteln oder Abtrennen auf schiefen Ebenen,
- magnetisch: Entfernen von Metallteilen,
- optisch: durch optische Erfassung und Sortierung.
Im letzten Reinigungsschritt durchläuft das Getreide die Scheuermaschine, die von der Kornoberfläche Schmutz, Staub, Bakterien und unerwünschte Begleitstoffe wie Schwermetalle abbürstet. Ergebnis der Reinigung ist das sogenannte "Speisegetreide", ein reines Naturprodukt ohne irgendwelche Zusätze.





